Peer-Beratung

Betroffene beraten Betroffene

Peer-Beratung

Betroffene beraten Betroffene

by Annegret Corsing

Peer-Beratung - Betroffene beraten Betroffene

Peer-Beratung bedeutet: Menschen, die eine psychische Belastung erlebt, durchlebt und einen stabilen Umgang damit gelernt haben, beraten und unterstützen andere Betroffene und deren Angehörige. Die Peer-Berater_innen berichten von ihren eigenen Erfahrungen und können so Hemmschwellen beim Ratsuchenden ab- und Vertrauen aufbauen.

Peer-Beratung geht von dem Prinzip aus, dass die Lösung des Problems bereits in den Ratsuchenden vorhanden ist. Peer-Beratung kann in dem Prozess der Lösungsfindung unterstützen und begleiten. Die Peer-Berater_innen hören zu und können den Ratsuchenden Zeit, Unterstützung und Akzeptanz geben.

Peer-Beratung kann Sie zu folgenden Themen unterstützen:

  • Umgang mit / Akzeptanz von Diagnosen
  • Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe über Symptomatiken, Medikamenteneinnahme, Klinikaufenthalte und Therapiemöglichkeiten, Genesung, Rückfallprophylaxe
  • Informationen zu den vorhandenen Selbsthilfe- und Versorgungsstrukturen
  • Vermittlung von Selbsthilfe
  • emotionaler Beistand,  Zuhören und Mitgefühl
  • Beratung für Angehörige von Betroffenen

Wichtig: Peer-Beratung ersetzt keine Therapie oder den Weg zum Arzt. Bitte wenden Sie sich in einer akuten Krisensituation an die Mitarbeiter_innen der Kontakt- und Beratungsstellen in Ihrer Nähe bzw. den Berliner Krisendienst.

Die Beratung findet 14-tägig von 13:00 bis 15:00 Uhr in Kooperation mit der Albatros Kontakt- und Beratungsstelle Pankow statt.
Sie ist kostenfrei und auf Wunsch anonym.

Ort:
Albatros Kontakt- und Beratungsstelle Pankow
Berliner Str. 16, 13189 Berlin

Schwerpunktthemen in der Beratung

Unsere Berater_innen haben u.a. Erfahrungen mit:
  • Einnahme von Antidepressiva / Psychopharmaka
  • Suizidalität und selbstverletzendem/selbstschädigendem Verhalten
  • unterschiedlichen Therapiemethoden (Schulmedizin/alternativ)
  • Tagesklinik / stationären Klinikaufenthalten
  • vorhandenen Selbsthilfe- und Versorgungsstrukturen
  • Selbsthilfegruppen
  • dem Leben in einer therapeutischer Wohngemeinschaft
  • medizinischer/beruflicher Reha
Schwerpunktthemen/Diagnosen:
  • Depressionen
  • Dysthymie
  • (generalisierte) Angststörung
  • Essstörungen – Magersucht (Anorexia Nervosa) (+ Multiple Sklerose + Osteoporose)
  • Emotional-instabile Persönlichkeitsstörung (Typ Borderline)

Unsere Berater_innen stellen sich vor

Peer-Beraterin JulianeMein Name ist Juliane. Mit 20 Jahren wurde bei mir Borderline diagnostiziert. Schon in meiner Kindheit habe ich mich und meine Bedürfnisse nicht richtig wahrnehmen können. Dies alles führte zur Ängstlichkeit, Panikattacken, Misstrauen, Unsicherheit, Selbstabwertung, Selbsthass, Selbstzweifel u.v.m.
Ich bin nun über 30 Jahre alt, habe in den letzten Jahren einiges an Therapien gemacht, unter anderem Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie, Skillsgruppentraining, Steppstraining und einen Tagesklinik-Aufenthalt.
Zu Beginn meiner Therapien habe ich zur Unterstützung Psychopharmaka bekommen, habe Erfahrung in der Selbsthilfe für Borderline-Betroffene, sowie auch Borderline-Angehörige,
So schlimm auch viele Krisen manchmal sind, sehe ich sie heute als ein Teil von mir und merke dass sie für mich auch eine Chance sind, mich weiterzuentwickeln, meine Grenzen selbst wahrzunehmen und mich im Hier und Jetzt besser regulieren zu können.
Gerne möchte ich meine Erfahrung mit anderen Erkrankten als auch Angehörigen teilen und ein offenes Ohr für Euch haben.

Meine Schwerpunktthemen:

  • Borderline (Emotional-instabile Persönlichkeitsstörung)

Ich habe Erfahrungen mit:

  • Panikattacken und selbstverletzendem Verhalten
  • Tagesklinikaufenthalt
  • Einnahme von Psychopharmaka
  • psychiatrischer Institutsambulanz
  • Psychischem Missbrauch
  • Sexuellem Missbrauch
  • Kontaktabbruch zu den Eltern
  • Skilltraining / Steppstraining
  • Selbsthilfe – Borderline-Betroffene und -Angehörige
Peer-Beraterin Lea mit Begleithund AikHej, ich bin Lea. Mehr als 12 Jahre war ich magersüchtig. Ich galt als chronisch krank und austherapiert. Und doch gelang mir, was keiner mehr für möglich hielt. Stück für Stück konnte ich mir meine Gesundheit und mein Leben zurück erkämpfen. Heute kann ich endlich wieder leben, lieben und lachen. Nicht zuletzt dank Aik – gemeinsam haben wir die Therapiebegleithunde-Prüfung abgelegt und sind als Team unterwegs.
Die lange Krankheit hat mich gezeichnet – mein Körper, aber auch meine Seele tragen Narben von der jahrelangen Tortur. Ich habe nicht nur gelitten, sondern auch sehr viel gelernt in dieser Zeit. Über mich und über mein Leben.
Gerne möchte ich Dir Mut schenken. Mut, Hoffnung und Zuversicht. Denn es gibt einen Ausweg heraus aus Deiner Essstörung. Vielleicht siehst Du ihn gerade nicht deutlich genug, um ihm vertrauensvoll folgen zu können, aber es lohnt sich die Suche nach dem eigenen Heilungsweg nicht aufzugeben und für das eigene Glück einzustehen. Das Leben ist lebenswert, und liebenswert. Vergiss nie: Du bist es wert zu leben, zu lieben und geliebt zu werden!

Meine Schwerpunktthemen:

  • Magersucht/ Anorexia nervosa (+ ausgeprägtem Bewegungsdrang)
  • Depressionen
  • Multiple Sklerose
  • Osteoporose

Ich habe Erfahrungen mit:

  • Einnahme von Antidepressiva, Dimethylfumarat und Hormontherapie
  • geringem Selbstwert & Selbsthass, sozialer Isolation
  • Klinikaufenthalten (+ Zwangsernährung über die Sonde)
  • Therapiemethoden der Schulmedizin (Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie)
  • Hypnosetherapie
  • dem Leben in einer therapeutischen Wohngemeinschaft
  • Selbsthilfe (Selbsthilfeprojekt AnaDismissed;  www.ana-dismissed.de)

Ich bin Markus und habe bis vor etwa einem Jahr sehr unter depressiven Episoden, chronischer Depression und Panikattacken gelitten und das seit meiner Kindheit. Neben der Psychotherapie (Schematherapie) hat mir vor allem der Austausch mit Peers in Selbsthilfegruppen und Workshops geholfen, mich so zu akzeptieren, wie ich bin und mich auch so zu zeigen.

Nun verstehe ich seelisches Leid als natürlichen Bestandteil meines Lebens, um den ich mich liebevoll kümmere, und lasse schmerzhafte Gefühle wie Scham, Angst und Wut zu, ohne mich dafür abzuwerten und zu schämen.

Selbstmitgefühl, Achtsamkeit und Sport sind wesentliche Elemente in meinem Alltag, die mir weiterhin Stabilität verleihen.

Meine Schwerpunktthemen:

  • rezidivierende depressive Episoden
  • Dysthymie
  • Angststörung

Ich habe Erfahrungen mit:

  • Stressbewältigung
  • Sucht
  • Depression
  • (soziale) Ängste, Panik
  • Narzissmus
  • Burnout
  • Selbsthilfe
  • Sport
  • Scham

Peer-Beraterin NoraHey, ich bin Nora. Seit meiner Kindheit, sind in mir depressive Züge verankert, die sich in Ängstlichkeit, Unsicherheit, Selbstabwertung, Selbsthass, Verzweiflung Hochsensibilität, selbstverletzendem Verhalten und auch Todessehnsucht äußerten.

Inzwischen bin ich über 30 Jahre alt und es ist etwas eingetroffen, was ich schon fast nicht mehr zu hoffen wagte: Statt zu funktionieren, LEBE ich.

Durch meine Krisen habe ich vieles gelernt, vor allem habe ich mehr zu mir und meinem Leben gefunden. Wir alle sind so viel mehr als unsere Diagnosen! Auch Du! Gerne unterstütze ich andere Erkrankte als auch Angehörige – lass uns drüber reden!

 

Meine Schwerpunktthemen:

  • rezidivierende Depressionen
  • generalisierte Angststörung

Ich habe Erfahrungen mit:

  • Panikattacken, Suizidalität und selbstverletzendem Verhalten
  • Tagesklinikaufenthalten
  • Einnahme von Psychopharmaka
  • kassenfinanzierten Therapie-Möglichkeiten
  • medizinische Reha, berufliche Reha/EBA-Maßnahme (Erweitere Berufs- und Arbeitserprobung)
  • Kontaktabbruch zu den Eltern
  • Selbsthilfegruppen
  • Tipps zur Therapeut_innen und/oder Psychiater_innen-Suche

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